Große Überschrift heute in den Stuttgarter Nachrrichten unter der Rubrik Landesnachrichten:
Wir wollen Fahrradland Nummer eins werden
Wollen die Stuttgart einebnen? Wenn man nicht grade direkt unten in der Stadt wohnt oder austrainierter Radfahrer ist, hat man in Stuttgart schlechte Karten. Die Stadt wurde auf sieben (?) Hügeln erbaut.
Es wäre in meinen Augen schon ein gewaltiger Fortschritt, wenn in den Stuttgarter Parks und Anlagen gekennzeichnete Radwege eingeführt würden. Es ist überall erlaubt radzufahren. Da hätte ich eigentlich ja nichts gegen, wenn die Radfahrer sich an Verkehrregeln halten und Rücksicht auf die Fußgänger nehmen würden. Das funktioniert aber nicht. Die Fußgänger laufen kreuz und quer über die Wege und die Radfahrer rasen wie die Geschuckten. Und da man letztere noch nicht mal hört, passieren immer wieder Unfälle. Der Gatte wurde auch schon mal umgenietet.
Radfahrer und Fußgänger auf dem gleichen Weg ohne farbliche Kennzeichnung der jeweiligen Fahr- bzw. Laufbahn funktioniert nicht.
Und die Strafverfolgung von Radrowdies ist auch eher lasch. Ein Knöllchen von 10 Euro steckt man weg und rast weiter.
So wird BaWü und insbesondere Stuttgart kein Radfahrerland und schon garnicht Nummer eins!
Socki
Der Klimawandel wird heiß diskutiert. Man spricht von Ökobilanz, CO2-Ausstoß und Energiesparmöglichkeiten.
Und gleichzeitig lese ich, daß ein gewisser her Torwart zu seinen Trainingsstunden mit dem Hubschrauber eingeflogen wird. Da frage ich mich, wie die Ökobilanz aussieht. Vom CO2-Ausstoß der Knattermühle will ich garnicht reden.
Kann der Herr nicht mit dem Zug fahren oder fliegen? Meinetwegen auch erster Klasse.
Diese Gesellschaft ist so dekadent!
Socki
Hier mal wieder was aus obiger Rubrik:
Mülltonnenaufkleber
Beim Einkaufen bin ich heute an diesen 1-Euro-Pappständern vorbei gelaufen. Geht auch nicht anders, da sie immer mitten im Weg stehen.
Unter all dem dort feilgebotenen Schrott fand ich besage Aufkleber.
Ich hätte die Wahl zwischen Nieten mit Schloß und Muschel und Seesterne gehabt.
Socki
Die letzten Wochen habe ich mich hier etwas rar gemacht. Es war einfach zu viel zu tun.
Der Gatte hatte eine Woche Urlaub und unser Großer wurde eingeschult. Zusätzlich haben wir - dank der hervorragenden Planung des Gatten - zwischenzeitlich auch noch die Küche renoviert. Es liegt ein neuer Boden drin und eine neue Küchenzeile habe ich auch gekriegt.
Der Gatte ist ein guter Handwerker. Was er macht, macht er ordentlich auch wenn er mich damit manchmal in den Wahnsinn treibt. Geht nicht, gibts nicht. Selbst wenn er dabei gottserbärmlich flucht und die Schlappen durch die Wohnung wirft. Er macht es fertig.
So habe ich die letzte Woche damit verbracht die Kappsäge zu bedienen oder wahlweise das zu schneidende Brett festzuhalten, beim Sägen mit der Stichsäge zur Hand zu gehen, die Handkreissäge zu bedienen und den Akkuschrauber zu schwingen.
Einzig die Stichsäge liegt mir nicht so. Am liebsten hätte ich eine Tischkreissäge, bei der man den Anschlag einstellen kann. Gerade sägen ist nicht mein Ding. Ich träume ja davon, daß wir den Heizungskeller meiner Schwiegermutter ausräumen, revovieren und dort eine Werkstatt einrichten. Allerdings steht da so viel Gerümpel rum und es ist noch in unserer Wohnung so viel zu tun, daß dieser Traum immer wieder nach hinten geschoben wird. Nächstes Jahr ist beispielsweise das Schlafzimmer dran. Zwischendrin vielleicht noch das Klo.
Die einzelnen Renovierungsarbeiten müssen weit genug auseinander liegen, damit man die Plackerei vergessen hat und man sich wieder der Illusion hingeben kann, in zwei Tagen fertig zu sein. Das das nicht klappt ist allen klar, wird aber fleißig verdrängt.
Handarbeitstechnisch mache ich im Moment garnichts aber auch das wird sich wieder ändern. Der Kleine braucht ein paar Handschuhe und der Große mault auch schon.
Der Weg zur Schule ist relativ weit. Die Kinder sind eine halbe Stunde zu Fuß unterwegs. Morgen werde ich die Kinder in die Schule bringen. Die Eltern wechseln sich ab. Allerdings meinen einige Damen, die sich um die Planung kümmern, sie könnten einem nach ihrem Gusto die Termine aufnötigen. Obwohl ich mehrfach darauf hingewiesen habe, daß ich für morgens jederzeit - außer Donnerstags - zur Verfügung stehe, wurde ich für mittags eingeteilt. Das geht aber nicht, weil ich entweder den Kleinen nicht rechtzeitig aus dem Kindergarten abholen kann oder er wahlweise noch nicht schläft, wenn ich los müßte um den Großen abzuholen. "Aber du hast doch die Omi im Haus! Kann die nicht?" Nein, das möchte ich nicht.
Ich hab morgens Zeit und damit basta. Wenns den Damen nicht passt, kann ich es nicht ändern. Mit denen komme ich eh nicht klar. Mrs. Journalistengattin hält sich sowieso für die Supermutti schlechthin.
Nächstes Jahr hab ich die Superausrede schlechthin: Ich hab keine Zeit, ich muß arbeiten.
Socki
Himmel, ist das ein Scheißtag heute!
Denn konnte ich beim Aufstehen heute schon in die Tonne kloppen!
Und dann wollen auch noch andere über meine Zeiteinteilung bestimmen! Glaub ichs denn!
Socki
O-Ton Gatte:
Nagel nei,
Hammer druff,
Ding wird grumm!
Goaht nett nei!
Lach!
Socki
So, heute ist der erste reguläre Schultag für mein I-Piepchen.
Ich habe ihn orndungsgemäß am Treffpunkt abgeliefert und nun ist er auf dem Weg in die Schule. In fünf Minuten fängt seine erste richtige Schulstunde an.
Der Kleine denkt noch, daß er hinterher in den Kindergarten kommt aber er wird sehen, daß er zukünftig ohne seinen großen Bruder den Kindergarten meistern muß. Bin mal gespannt, wie das klappt.
Seit heute morgen um sechs Uhr sind die Jungs wach. Ich hoffe das legt sich wieder. Wahrscheinlich kriege ich sie nächste Woche um sieben Uhr kaum wach.
Socki
Rückschlag kurz vor Schulbeginn
Der Große wollte in einen Fußballverein. Vor ein paar Monaten hat er Fußball für sich entdeckt und nörgelte jetzt so lage, bis der Gatte sich dazu erbarmte, mit ihm in ein Probetraining zu gehen.
Dort stellte sich heraus, daß selbst die Bambini schneller sind als er und sie ihn nicht brauchen können. Er solle in einem halbe Jahr wieder kommen und derweil zuhause üben.
Viele seiner Kindergartenkumpels sind in diesem Verein und er wollte voller Elan dort einsteigen. Aber das wird wohl nix.
Er ist todtraurig und total entäuscht, daß er dort nicht genommen wird.
Selbst bei den Kleinsten sind die Vereine schon Leistungsorientiert und nehmen keinen auf nur "damit er von der Straße ist".
Soviel zur Sportförderung bei Kindern.
Socki